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Wohnquartier Deilegrund

Nutzungsart
Wohnen mit optionalem Pflegeservice, Gemeinschafts- und Gewerbeflächen, Nachbarschaftscafé

BGF
14.800 m²

Wohnungen
123

Wohngruppen
2

Gästeappartements
4

Gemeinschaftsflächen
330 m²

Quartierscafé
175 m²

Gewerbefläche
98 m²

Status
In Ausführung

Projektentwicklung & Architektur
Sustina AG

Alle Infos unter:
www.deilegrund.de

Dieses Projekt zählt zu den Pilotvorhaben in NRW für den Gebäuderessourcenpass.

Das Quartierskonzept vereint modernes Wohnen mit einem starken Gemeinschaftsgefühl. Durch vielfältige Wohnformen, gemeinschaftlich nutzbare Flächen und ein aktives Quartiersmanagement entsteht ein lebendiges Miteinander. Menschen unterschiedlicher Generationen und mit diversen Lebensentwürfen soll soziale Vernetzung und Teilhabe ermöglicht werden.

Die drei Gebäude sind so angeordnet, dass sich eine identitätsstiftende und einladende Adresse bildet. Die gezielte Aufweitung lockert die straßenbegleitende Bebauung auf und lädt die Bewohnenden in den gemeinsamen Wohnhof ein, von wo aus die Gebäude erschlossen werden.

Nachbarschaftstreff und grüner Wohnhof

Der Eingang zum Wohnquartier wird durch ein Quartierscafé zu einem belebten Treffpunkt, von dem Bewohner*innen und Nachbar*innen profitieren können. Der autofreie, private Wohnhof wird biodiversitätsfördernd gestaltet und bietet Orte der Begegnung für alle Altersgruppen und Spielflächen für Kinder.

Quartiersmanagement als Schlüssel zur Nachbarschaftsentwicklung

Ein moderierendes Quartiersmanagement spielt eine zentrale Rolle bei der Förderung des sozialen Miteinanders und der langfristigen Entwicklung des Quartiers. Es unterstützt die Bewohner*innen bei der Nutzung gemeinschaftlicher Flächen und fördert nachbarschaftliche Initiativen. Zudem begleitet es partizipative Prozesse, um eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Quartiers sicherzustellen.

Nutzungsangebote für das Quartier:

  • Café als Treffpunkt für Bewohner*innen und die umliegende Nachbarschaft
  • Büroflächen für das Quartiersmanagement und die Betreiber
  • Raum für Sportangebote zur gemeinschaftlichen Nutzung
  • Anmietbare Gästezimmer für Besucher*innen
  • Quartierswerkstatt für Reparaturen und Kursangebote
  • Gemeinschaftsraum für Treffen und Feste der Bewohner*innen

Gruppenwohnungen

Neben den Gemeinschaftsflächen sind auch die Wohngruppen im Erdgeschoss angeordnet. Sie kombinieren private Schlafräume und Bäder mit offenen Wohn- und Küchenbereichen und verfügen über eigene Terrassen, die zum Teil zum Wohnhof orientiert sind. Das Konzept orientiert sich am Wohn- und Teilhabegesetz und fördert gemeinschaftliches Wohnen für Menschen im Alter und für Menschen mit Behinderung.

Kompakte Grundrisse

Alle Wohnungen entsprechen den Vorgaben der Förderrichtlinien und sind barrierefrei, teilweise auch rollstuhlgerecht. Durch kompakte Bäder und Flure entstehen großzügige Wohnräume mit offener Küchenzeile. Die gleich großen Individualräume lassen sich flexibel als Schlaf-, Gäste-, Kinder- oder Arbeitszimmer nutzen.

Fassadengestaltung und innere Struktur

Das Erdgeschoss wird in einer langlebigen Klinkerausführung geplant, die oberen Geschosse in Holzlattungen in unterschiedlichen Helligkeiten. Die Hauseingänge lösen sich vom Fassadenraster, um eine identitätsstiftende Adressbildung und gute Orientierung vom Wohnhof aus zu gewährleisten.

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Die Value-PreConstruction Lesson

Was passiert, wenn ein Team die Art, wie Projekte entstehen, grundlegend hinterfragt?

In den vergangenen 12 Monaten hat das Team der Sustina AG einen integralen Arbeitsprozess durchlaufen.  

Herausgekommen ist dabei nicht nur die Entwicklung eines Wohnquartiers in Essen-Kupferdreh, sondern ein Prozess, der zeigt, wie sich Unternehmen und Partnerschaften entwickeln können, wenn sie den Mut haben, integraler zu arbeiten und dabei sich selbst und ihre Standards zu hinterfragen.

Wir haben als Team unser Résumé gezogen. Die Value-PreConstruction-Phase zeigt, wie unter strengen Kostenvorgaben ein Quartier mit 80% geförderten Wohnungen geplant werden kann. Mit ästhetischem Anspruch, hoher Wohnqualität und bereits heute großem Interesse potenzieller Mieter*innen.

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Was entwickelt sich in Dilldorf?

Diese Frage stand im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung zum Wohnquartier Deilegrund am 25. Februar 2026 im Gemeindeheim St. Josef in Essen-Kupferdreh.


Rund 80 Anwohnende und Interessierte kamen zusammen, um mehr über das geplante Wohnquartier zu erfahren und Fragen zu stellen.


Sustina Vorstand Fabian Bergfort und Essener AWO Vorstand Oliver Kern gaben Überblick über die Planung und stellten das Quartierskonzept vor.

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Wohnquartier Deilegrund

Das Team der Sustina entwickelt das Wohnquartier Deilegrund in Essen-Kupferdreh, im Ortsteil Dilldorf.

Deilegrund wird ein Quartier, das bezahlbaren Wohnraum schafft und als Modellprojekt für ganzheitliche Entwicklung steht. Insgesamt entstehen 123 Wohnungen, davon rund 80 % öffentlich gefördert, um Menschen unterschiedlichster Lebenssituationen ein Zuhause zu geben.  

Und das Konzept geht noch weiter:

  • Barrierefreie Wohnungen und Wohngruppen für Senior*innen und Menschen mit Behinderung entstehen
  • Gemeinschaftsräume, wie eine Werkstatt für Bewohnende, Bewegungs- & Veranstaltungsräume, sowie ein Quartierscafé sind mitgeplant
  • Großzügige Grünflächen mit Gärten, Hochbeeten und Ruhezonen machen eine der wesentlichen Qualitäten aus
  • Genauso wie nachhaltige Mobilität und Car‑Sharing‑Angebote

Ganzheitliche Planung

Die drei Wohngebäude werden in Holz‑Hybrid‑Bauweise errichtet – der Baustoff Holz hat ökologische Vorteile und schafft zu dem eine hohe Aufenthaltsqualität.

Ein digitaler Gebäuderessourcenpass erfasst Materialien systematisch und schafft Transparenz, damit Rohstoffe später wiederverwendet werden können. Diese Form des nachhaltigen Ressourcenmanagements ist ein wichtiger Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft im Bau.  

Die Energieversorgung des Quartiers folgt dem Netto‑Null‑Standard: Photovoltaikanlagen und Luftwärmepumpen erzeugen genauso viel erneuerbare Energie, wie das Quartier verbraucht.  

Ausblick

Die Fertigstellung ist für 2028/2029 geplant. Wer Interesse an einer Wohnung hat, kann sich bereits jetzt auf die unverbindliche Interessentenliste setzen und erhält frühzeitige Infos.  

deilgrund.de

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Ministerin Ina Scharrenbach steht zusammen mit allen Akteuren der INRW-Initiative für digitale Gebäuderessourcenpässe in einem lichtdurchfluteten Raum.
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NRW-Initiative für digitale Gebäuderessourcenpässe

Ein Schritt in Richtung Bauwende. Sustina ist Teil der Initiative.

Wie hoch ist der CO₂-Fußabdruck, der bereits beim Bau eines Gebäudes entsteht? Und wie lassen sich Materialien so einsetzen, dass sie über den gesamten Lebenszyklus hinweg nachhaltig und wiederverwendbar bleiben? Das sind zentrale Fragen der dringend notwendigen Bauwende. Mit dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBD) setzen wir bei Sustina genau hier an – mit konkreten Projekten, die Theorie in gelebte Praxis übersetzen.

Deshalb freuen wir uns sehr, Teil der Kooperationsvereinbarung zur Erprobung eines digitalen Gebäuderessourcenpasses zu sein, die wir am 11. März 2025 unterzeichnet haben. In unserem Quartiersprojekt mit inklusiven und bezahlbaren Wohnformen testen wir das Instrument direkt im Projektverlauf und bringen unsere Erfahrungen aktiv in die Weiterentwicklung ein. Für uns ist das mehr als eine technische Neuerung: Es ist ein Werkzeug, um Bauen neu zu denken – einfach, nachhaltig und zukunftsfähig.

Was ist ein digitaler Gebäuderessourcenpass?

Ein digitaler Gebäuderessourcenpass dokumentiert alle relevanten Material- und Ressourcendaten eines Gebäudes – digital, strukturiert und über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg. So wird nachvollziehbar, welche Baustoffe verbaut wurden, wie viel CO₂ sie verursachen und ob bzw. wie sie am Ende wiederverwendet werden können. Ziel ist es, zirkuläres Bauen zu ermöglichen, ökologische Folgekosten zu reduzieren und CO₂-Emissionen ganzheitlich – also nicht nur im Betrieb, sondern auch in der Herstellung und Rückbauphase – zu betrachten.

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